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Bekommt das Arschgeweih ein Comeback?

Das Arschgeweih – ein Tattoo, das lange als Klischee galt, steht 2025 wieder im Rampenlicht. Vom Tribal-Klassiker bis zur modernen Neuinterpretation: Was einst als Jugendsünde belächelt wurde, wird heute bewusst getragen – als stylisches Statement mit Augenzwinkern. Warum das Comeback mehr als nur ein Retro-Trend ist, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist ein "Arschgeweih" eigentlich?

Das sogenannte Arschgeweih ist ein Tattoo, das typischerweise im unteren Rückenbereich, direkt oberhalb des Steißbeins, gestochen wird. Charakteristisch ist seine horizontale Ausrichtung und die oft symmetrische Gestaltung. Der Begriff selbst ist umgangssprachlich, teils ironisch oder abwertend gemeint, doch viele tragen ihr Tattoo mit Stolz und Selbstbewusstsein. In der Fachsprache spricht man eher von "Lower Back Tattoo" oder schlicht einem Tattoo im Lendenbereich.

Die Geschichte des Arschgeweihs: Aufstieg und Absturz eines Trends

Der Siegeszug des Arschgeweihs begann in den 1990er-Jahren. Es war die Zeit bauchfreier Tops, Hüfthosen und Tribal-Designs. Besonders bei jungen Frauen war das Tattoo im unteren Rückenbereich beliebt. Es sollte sexy wirken, verspielt sein und wurde oft mit einer gewissen Rebellion gegen konservative Konventionen assoziiert.

Bekannt wurde das Arschgeweih unter anderem durch Prominente und Reality-Stars, die ihre Tattoos öffentlich präsentierten. Schnell wurde es zum Modephänomen, doch genauso schnell kam der Absturz: Ab Mitte der 2000er-Jahre wurde das Arschgeweih zum Symbol für "Jugendsünden" oder geschmackliche Verirrungen. Es landete auf unzähligen Listen der "meist bereuten Tattoos" und wurde zum Running Gag in der Popkultur.

 

Beliebte Stile und Motive

Obwohl das Arschgeweih oft mit Tribal-Designs in Verbindung gebracht wird, gibt es eine Vielzahl an Motiven und Stilen, die in diesem Bereich gestochen werden. Zu den beliebtesten zählen:

  • Tribal-Elemente: Geschwungene, symmetrische Linien in Schwarz, meist ohne konkrete Bildsprache.
  • Blumenmotive: Rosen, Lotusblumen oder Ranken, oft kombiniert mit feinen Linien.
  • Tiere: Schmetterlinge, Vögel oder auch fantasievolle Wesen wie Drachen oder Feen.
  • Ornamente und Mandalas: Fein gearbeitete Muster, die die Körperform betonen.

In der modernen Tattoo-Szene wird der Bereich des unteren Rückens zunehmend auch für geometrische Designs oder symmetrisch aufgebaute Fine-Line-Tattoos genutzt.

Ist das Arschgeweih 2025 wieder im Trend?

Diese Frage beschäftigt derzeit viele in der Tattoo-Community. Tatsächlich mehren sich die Hinweise, dass das Arschgeweih 2025 ein Revival erleben könnte – allerdings in neuer Form. Der generelle Y2K-Trend, also das Wiederaufleben der späten 90er und frühen 2000er-Jahre, zeigt sich in Mode, Musik und nun auch wieder in der Tattoo-Kultur. Junge Menschen entdecken alte Motive neu – mit einem Augenzwinkern, aber auch mit Stilbewusstsein.

Was früher kitschig oder zu plakativ war, wird heute neu interpretiert:

  • Feinere Linien statt dicker Tribal-Balken
  • Kombination mit moderner Symbolik, etwa botanischen Elementen oder spirituellen Zeichen
  • Personalisierte Designs, die weniger Massentauglichkeit ausstrahlen und dafür mehr Individualität zeigen

Auch Tattoo-Artists berichten vermehrt von Anfragen zu Lenden-Tattoos, insbesondere von jüngeren Kundinnen, die den Style als retro-cool empfinden.

Warum das Comeback nicht unbedingt ironisch gemeint ist

Viele vermuten, dass der Hype um das Arschgeweih rein ironischer Natur sei. Doch das greift zu kurz. Natürlich spielt auch Selbstironie eine Rolle, aber der Wunsch nach Selbstinszenierung, Stilbrüchen und einer neuen Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist zentral.

Was früher als peinlich galt, wird heute bewusst zur Schau gestellt. Wer sich 2025 ein Arschgeweih stechen lässt, tut das nicht aus modischer Verirrung, sondern weil es ein Statement ist: gegen Konventionen, für Selbstbewusstsein und mit einem Augenzwinkern.

Fazit: Aus Jugendsünde wird Trend mit Haltung

Das Arschgeweih ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie sich kulturelle Bedeutungen über die Jahre wandeln können. Vom einstigen Tattoo-Hit zum belächelten Klischee und nun möglicherweise zurück in den Mainstream – das Motiv zeigt, wie wandelbar Körperkultur sein kann.

Wer sich 2025 für ein Arschgeweih entscheidet, setzt auf einen Mix aus Nostalgie, Stil und Individualität. Ob verspielt, provokant oder fein und modern – der untere Rücken hat als Tattoo-Fläche definitiv wieder Potenzial. Und diesmal vielleicht für mehr als nur einen kurzen Trend.

Weitere Trend-Inspirationen für dieses Jahr findest du in unserem Blogartikel