Henna Tattoo: Kosten, Haltbarkeit, Motive & Pflege
Ein Henna Tattoo ist die perfekte Wahl für alle, die Körperschmuck lieben, sich aber noch nicht dauerhaft tätowieren lassen möchten. Denn die filigranen Muster sehen kunstvoll aus, sind schmerzfrei und verschwinden nach einiger Zeit wieder von selbst. Deshalb eignet sich Henna besonders gut für alle, die ein Design erst einmal ausprobieren möchten.
Was ist ein Henna Tattoo?
Ein Henna Tattoo ist keine Tätowierung im klassischen Sinn. Denn statt Farbe mit Nadeln unter die Haut zu bringen, wird eine Paste aus den Blättern des Hennastrauchs auf die Haut aufgetragen. Diese färbt nur die oberste Hautschicht und verschwindet deshalb nach einiger Zeit wieder.
Die Tradition stammt ursprünglich aus Indien, Nordafrika und dem Nahen Osten. Dort ist Henna bis heute fester Bestandteil zahlreicher Feste, Hochzeiten und Zeremonien. Besonders bekannt sind dabei kunstvolle Mehndi-Muster, die häufig Hände, Arme oder Füsse schmücken.
Heute gibt es jedoch nicht nur traditionelle Ornamente, sondern auch moderne Designs, die sich an klassischen Tattoo-Stilen orientieren. Dadurch ist Henna nicht nur kultureller Körperschmuck, sondern auch eine beliebte Möglichkeit, neue Motive auszuprobieren.
Was kostet ein Henna Tattoo?
Die Kosten hängen vor allem von der Grösse, dem Detailgrad und dem Anbieter ab. Kleine Motive beginnen meist bei etwa 10 bis 20 Euro, während aufwendigere Designs für Hände, Unterarme oder Füsse zwischen 30 und 80 Euro kosten können. Grossflächige Mehndi-Verzierungen, wie sie zum Beispiel für Hochzeiten angefertigt werden, liegen hingegen häufig bei 100 Euro oder mehr.
Auf Festivals, Märkten oder Events werden kleinere Henna-Motive oft zu Pauschalpreisen angeboten. Professionelle Henna Artists kalkulieren ihre Preise dagegen meist nach Aufwand, Motivgrösse und benötigter Zeit. Dadurch können die Kosten je nach Design deutlich variieren.
Im Vergleich zu einem permanenten Tattoo ist Henna deutlich günstiger. Das liegt vor allem daran, dass die Farbe nur temporär hält und nicht in die Haut gestochen wird. Gerade deshalb eignet sich Henna gut, um ein Motiv oder eine bestimmte Körperstelle vorab zu testen.
Wie lange hält Henna auf der Haut?
Die Haltbarkeit hängt von mehreren Faktoren ab. In der Regel bleibt ein Henna-Motiv zwischen einer und drei Wochen sichtbar. Danach verblasst es nach und nach, weil sich die oberste Hautschicht laufend erneuert.
Besonders beanspruchte Stellen wie Hände, Finger oder Fusssohlen verlieren die Farbe meist schneller. Auf Armen, Beinen, Rücken oder Schultern hält das Design dagegen oft etwas länger. Deshalb sollte man schon vor dem Auftragen überlegen, welche Körperstelle am besten zum gewünschten Ergebnis passt.
Die Haltbarkeit wird unter anderem beeinflusst durch:
• die Qualität der Henna-Paste
• die Einwirkzeit auf der Haut
• den Hauttyp
• häufiges Waschen oder Schwimmen
• Reibung durch Kleidung
• Sonnenlicht
• Peelings und Pflegeprodukte
Wer lange Freude am Motiv haben möchte, sollte die Haut nach dem Auftragen gut schonen. Ausserdem ist es sinnvoll, auf aggressive Pflegeprodukte zu verzichten, da diese die Farbe schneller verblassen lassen können.
Beliebte Motive und Designs
Henna ist besonders bekannt für feine Linien, florale Elemente und detailreiche Ornamente. Viele Designs wirken leicht, elegant und sehr dekorativ. Gleichzeitig lassen sich aber auch moderne, minimalistische Motive umsetzen.
Beliebte Motive sind zum Beispiel:
• Mandalas
• Lotusblumen
• Paisley-Muster
• Ornamente
• geometrische Formen
• Mond- und Sternmotive
• filigrane Armbänder oder Fussketten
• moderne Minimal-Designs
Viele Menschen nutzen Henna ausserdem, um die Platzierung eines späteren echten Tattoos auszuprobieren. So lässt sich vorab testen, wie ein Motiv am Körper wirkt und ob die gewählte Stelle wirklich passt. Dadurch fällt die Entscheidung für oder gegen ein dauerhaftes Tattoo oft leichter.
Ist Henna gefährlich?
Natürliches Henna gilt grundsätzlich als gut verträglich. Trotzdem sollte man bei der Auswahl des Produkts genau hinsehen. Vorsicht ist vor allem bei sogenanntem schwarzem Henna geboten. Dieses kann nämlich den chemischen Stoff PPD enthalten, der starke allergische Reaktionen, Hautreizungen oder sogar dauerhafte Narben verursachen kann.
Natürliches Henna entwickelt normalerweise einen rotbraunen bis dunkelbraunen Farbton. Tiefschwarze Ergebnisse sind daher ein Warnsignal. Wer empfindliche Haut hat, sollte ausserdem vor dem Auftragen einen kleinen Hauttest machen.
Wichtig ist deshalb: Verwende nur Produkte, die ausdrücklich für die Anwendung auf der Haut geeignet sind. Henna für Haare ist nicht automatisch für Körperkunst gedacht, da es anders gemischt sein kann oder zusätzliche Inhaltsstoffe enthält.
Eignet sich Henna als Test für ein echtes Tattoo?
Ja, temporärer Körperschmuck mit Henna eignet sich sehr gut, um verschiedene Motive, Grössen und Körperstellen auszuprobieren. Gerade wenn du dir bei einem echten Tattoo noch unsicher bist, kann ein vorübergehendes Design bei der Entscheidung helfen.
Du bekommst dadurch ein besseres Gefühl dafür,
• ob dir das Motiv auch nach einigen Tagen noch gefällt,
• wie die Grösse auf deiner Haut wirkt,
• ob die Platzierung zu deinem Körper passt,
• wie sichtbar das Motiv im Alltag ist,
• und wie andere darauf reagieren.
Natürlich ersetzt Henna keine professionelle Tattoo-Beratung. Dennoch kann es eine gute Orientierung geben, bevor du dich dauerhaft tätowieren lässt. So kannst du verschiedene Ideen testen, ohne dich sofort festlegen zu müssen.
Pflege: So bleibt das Motiv länger schön
Mit der richtigen Pflege kann die Farbe intensiver werden und länger halten. Direkt nach dem Auftragen sollte die Paste vollständig trocknen. Je länger sie auf der Haut bleibt, desto kräftiger entwickelt sich meist der Farbton.
Empfehlenswert ist:
• die Paste vollständig trocknen lassen
• das Motiv in den ersten Stunden nicht mit Wasser berühren
• Reibung möglichst vermeiden
• keine Peelings verwenden
• die Haut regelmässig mit Öl pflegen
• Schwimmen und langes Duschen vermeiden
Nach dem Entfernen der getrockneten Paste wirkt die Farbe oft zuerst heller. In den nächsten Stunden dunkelt sie jedoch meist noch nach. Deshalb sollte man das Ergebnis nicht sofort beurteilen, sondern etwas abwarten.
Henna oder echtes Tattoo – was passt besser zu dir?
Beide Varianten haben ihre Vorteile. Henna eignet sich besonders, wenn du gerne verschiedene Designs ausprobierst, nur temporären Körperschmuck möchtest oder ein Motiv für ein bestimmtes Event suchst. Auch für Festivals, Fotoshootings, Hochzeiten oder Urlaube ist Henna eine schöne Möglichkeit.
Ein echtes Tattoo ist dagegen die richtige Wahl, wenn du dich dauerhaft für ein Motiv entschieden hast und dieses ein Leben lang tragen möchtest. Hier solltest du dir deshalb genügend Zeit für Motiv, Stil, Platzierung und Studio nehmen.
Wer noch unsicher ist, kann mit Henna einen ersten Eindruck bekommen. So lässt sich besser einschätzen, ob ein bestimmtes Design wirklich zu dir passt. Ausserdem kannst du dadurch herausfinden, ob du dich mit sichtbarem Körperschmuck im Alltag wohlfühlst.
Wo kann ich Henna kaufen?
Henna gibt es mittlerweile an vielen Orten zu kaufen. Wichtig ist jedoch, auf Qualität und Inhaltsstoffe zu achten. Für Körperkunst sollte möglichst reines, natürliches Henna verwendet werden. Die Farbe entwickelt sich dabei meist rotbraun bis dunkelbraun. Sehr dunkle oder schwarze Produkte sollte man dagegen besser meiden, da sie hautreizende Zusatzstoffe enthalten können.
Henna kaufen kann man zum Beispiel:
• in Drogerien
• in Reformhäusern
• in Naturkosmetik-Shops
• in indischen, arabischen oder türkischen Lebensmittelgeschäften
• in spezialisierten Online-Shops für Henna und Mehndi
• auf Plattformen wie Amazon, Etsy oder eBay
Für Anfängerinnen und Anfänger sind fertige Henna Cones besonders praktisch. Damit lassen sich feine Linien und Ornamente leichter auftragen. Wer dagegen mehr Erfahrung hat, kann Hennapulver selbst anrühren und die Paste individuell mischen.
Beim Kauf solltest du ausserdem darauf achten, dass das Produkt ausdrücklich für die Haut geeignet ist. Denn nicht jedes Hennaprodukt ist automatisch für temporäre Körperkunst gedacht.